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Scolari führt die Selecao an – der Anti-Löw

Veröffentlicht: 29. November 2012 in Fußball
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Der CBF hat eine sehr gute Wahl getroffen Luis Felipao Scolari erneut zum brasilianischen Nationaltrainer zu berufen.

Wenn es noch einer in 18 Monaten rocken kann dann Scolari.

Mit seinen 64 Jahren, seiner Erfahrung und natürlich einem gewonnenen WM-Titel 2002 im Rücken ist er mit Sicherheit der einzige, der gelassen mit diesem unglaublichen Druck und den Erwartungen in Brasilien umgehen kann.

Bei der WM im eigenen Land 2014 muß er nicht nur Weltmeister werden, nein, die Selecao darf dann auch noch gerne zaubern und bezaubern, mit einem technisch hochwertigen Kombinationsspiel alle anderen Nationen aus dem Stadion fegen.

So wird es natürlich nicht sein, Spanien wird da gelinde gsagt noch ein Wörtchen mitzureden haben.

Aber Scolari ist vielleicht der beste, den es in Brasilien für diesen Posten gibt, und er reiht sich wieder nahtlos ein in die Phalanx der Hiddinks, Heynckes´, Trappatonis, Lippis etc.

Die Elder Statesman des internationalen Fußballs haben es eben drauf. Im Gegensatz zu unserem Bundes-Jogi, der sollte sich von dem Herzblut, dem Engagement und der Begeisterungsfähigkeit eines Scolari mal gleich mehrere Scheiben abschneiden.

Scolari tritt an um den Titel in Brasilien zu holen, komme was da wolle.

Der DFB macht mit Jogi einen Ausflug an die Copacabana und wenn man dann eventuell auch noch den Titel holt, ja, wäre schön, muß aber nicht wirklich so unbedingt sein.

Das ist der Transferhammer des Jahres, Matthias Sammer bekleidet mit sofortiger Wirkung den neuen Posten eines Sportvorstands beim FC Bayern München!

Der beste Transfer seit Hoeneß Manager wurde, es wurde Zeit, dass an dieser Stelle reagiert wurde, und das auf langfristige Sicht. Nerlinger war einfach zu schwach für diese Position, er konnte nie seinen Platz neben den Granden Beckenbauer, Hoeneß und Rummenigge finden, und seine Transfers waren auch überschaubar, und das meist auch noch überteuert (17 Mio. € für Gustavo!).

Man darf nun gespannt sein wie Heynckes mit seinem neuen Sportvorstand zusammen agieren wird, Sammer und Heynckes sind diametral entgegengesetzte Persönlichkeiten, und wenn Sammer von nun an mit auf der Bank sitzt, na dann schau´n mer mal.

Der DFB verliert seinen besten Mitarbeiter, insbesondere was die strategische Ausrichtung des Jugendbereichs anbelangt, und Löw hat nun keinen Widersacher mehr, zumal Bierhoff nach wie vor Mitglied des DFB-Vorstands ist. Wir werden das fulminante Trainerteam um den BundesJogi also noch mindestens bis 2014 erleben.

Umso schöner für den FC Bayern endlich einen Kracher ins Management geholt zu haben, Sammer wird diesen Verein in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich prägen, er ist der kongeniale Nachfolger eines Uli Hoeneß – gäbe es den Dresdner nicht hätte man ihn sich backen müssen.

Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sicherlich auch Udo Lattek einen maßgeblichen Anteil daran hat, dass Matthias Sammer nun für den FC Bayern arbeitet. Die beiden haben damals zusammen Borussia Dortmund vor dem Abstieg gerettet und ein sehr gutes Verhältnis zueinander, da wird es wohl das eine oder andere Telefonat gegeben haben.

Also vielen Dank auch an Udo Lattek und herzlich willkommen Mathias Sammer!


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Auch wenn ich persönlich kein Freund von Löw bin, so gönne ich es vor allem der Mannschaft, dass sie gestern mit einer guten Leistung wie erwartet das Halbfinale erreicht hat.

Aber trotz spektakulärer Aktionen wie die Tore von Khedira und Reuss muß man auch die Schwäche des gestrigen Gegners berücksichtigen.

Es ist ein heiliges Rätsel wie Rußland gegen eine derart limitierte Mannschaft ausscheiden konnte.

Also liebe Leute, bei aller Euphorie, aber die EM geht für die Deutschen erst im Halbfinale wirklich los, egal ob gegen England oder gegen Italien. Wobei uns die Kicker von der Insel sicher deutlich besser liegen.

Die deutsche Nationalmannschaft  ist bislang noch nicht über einen längeren Zeitraum als von 20 Minuten wirklich gefordert worden, und das war das Spiel gegen Portugal, und die stehen auch im Halbfinale.

Das kommende Spiel wird gelinde gesagt nicht so leicht wie heute in den Medien kolportiert wird, man hat sich schon in den vergangenen beiden Turnieren immer an seiner eigenen Leistung berauscht und hatte dann im entscheidenden Moment die Hosen voll.

Bis zum Titel ist der Weg noch schwerer als der eine oder andere wahr haben möchte.

 

voetbal total verleden

Veröffentlicht: 14. Juni 2012 in Euro 2012, Fußball
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Spätestens seit gestern Abend dürfte jedem klar geworden sein, dass es mit dem noch 2010 bewunderten voetbal total erst einmal vorbei ist.

Ohne die Leistung der DFB-Elf schmälern zu wollen sind die Niederlande nicht in der Lage aus diesem nach wie vor sensationell besetzten Kader insbesondere in der Offensive mehr zu machen.

Ungenaue Pässe, Fehlpässe, schwacher Abschluß, aber vor allem der fehlende Glaube an die eigene Stärke und an die Möglichkeit jeden Gegner schlagen zu können haben die elftal aus dem Turnier gebombt.

Wer hätte vorher gedacht, dass nach zwei Spieltagen Oranje Gruppenletzter wäre mit 0 Punkten und einem einzigen lächerlichen Tor in 180 Minuten.

Der Bondscoach ist nicht in der Lage das Offensivpotential seiner Kicker auf die Straße zu bringen, und durch die beiden Niederlagen hat man auch sehr viel Selbstbewußtsein eingebüsst, das Bild von van Bommel und Robben, wie sie nebeneinandersitzend einsam nach ihren Auswechslungen ins Leere schauten sprach Bände.

Nun kann man es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen und ist ausgerechnet aus die Hilfe des DFB-Teams angewiesen, doppelte Schmach für die stolze Fußballnation in Orange.

Dennoch wäre es für den weiteren Turnierverlauf schon schön, wenn sich die Niederländer mal am Schlüpper reißen würden und Chancentod Ronaldo & Co. mal kräftig ein paar einschenken, damit wir die Elftal auch nach dem kommenden Sonntag noch einmal auflaufen sehen können.

Vielleicht geht ja doch noch mehr als alle zur Zeit denken.