DFB und Löw – same procedure as always

Veröffentlicht: 10. September 2013 in Fußball
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Na wie fein ist das denn – kaum steht die gelungene WM-Qualifikation nach dem Spiel gegen die Färöer-Inseln vor der Tür, wird auch schon wieder von einer Vertragsverlängerung der Klinsmann-Löw-Connection beim DFB gesprochen. Weil man ja dieses Mal VOR dem Turnier klare Verhältnisse schaffen will.

Klar ist lediglich der wachsende Machtanspruch von Herrn Löw innerhalb des DFB.

Lieber Deutscher Fußball Bund, keiner weiß so genau was Deine Mitarbeiter inklusive des Trainerstabes der bundesdeutschen Nationalmannschaft den lieben langen Tag so tun, aber wenn Du keine Titel gewinnen möchtest, dann bitte umgehend mit Jogi, Andi, Hansi und Olli verlängern.

Und am besten gleich für die nächsten 30 Jahre, dann können wir uns dieses Procedere alle paar Jahre sparen und alle sind glücklich und haben sich alle ganz schrecklich lieb.

Von Klinsmann installiert wird Jogi Löw alles tun, aber niemals auch nur einen einzigen Titel gewinnen. Sammer hat er erfolgreich weggemobbt und nun wird wohl der Hansi dessen Nachfolger, dann ist das Feld doch bestens bestellt.

Titel werden im Übrigen auch völlig überbewertet, die überlassen wir doch lieber anderen Nationen wie Spanien oder Brasilien.

Hauptsache immer sympathisch in die Kamera grinsen und von allen gemocht werden – aber Sympathiewerte und modische Halstücher gewinnen keine Turniere.

Bild  —  Veröffentlicht: 29. August 2013 in Internet

Keine Frage, es war ein glücklicher, wenn nicht sogar ein sehr glücklicher Sieg der Bayern in Frankfurt. Herr Gagelmann hat alles dafür getan, um in Hessen die mega persona non grata zu sein und zugleich die sogenannten „Dusel-Bayern“ wiederauferstehen zu lassen.

Die Bayern wären mit einer besseren Schiedsrichterleistung sicher um einiges glücklicher gewesen, auch wenn die Diskussion um den Referee von den aktuellen Problemen der Bayern ablenkt.

Es fehlt derzeit noch an der Konstanz in den Defensiv- wie Offensivleistungen, der eine oder andere Spieler wirkt etwas gehemmt, und wenn man die Gesichter von Mandzukic und Robben am Samstag genau studierte, waren beide alles andere als glücklich und zufrieden.

Guardiolas Systemumstellung respektive Systemmodifizierung braucht in der Verinnerlichung bei den Akteuren noch einige Wochen bis alles rund läuft, das braucht Zeit, auch wenn Guardiola keine hat, nützt alles nichts, dafür wird das Ergebnis ein noch schneller kombinierender FC Bayern sein, der mit höherer Chancenverwertung dann auch deutlich mehr Tore erzielen wird.

Dennoch prognostiziere ich heute mal eine weiterhin wackligere Defensive als noch letzte Saison, man wird den Minusrekord an kassierten Toren diese Saison nicht unterbieten können – vor allem dann, wenn die Gegner früher ihren Respekt ablegen und die Räume nutzen, die ihnen die Bayern ein ums andere Mal anbieten. Oder deutlich stärkere Gegner kommen als Gladbach und Frankfurt.

Dafür wird sich Manuel Neuer diese Saison deutlich häufiger auszeichnen können als noch in der vergangenen, Löw wird es dem FC Bayern danken, wenn er 2014 über eine noch bessere Nr. 1 in Brasilien verfügen kann.

Der Saisonauftakt des FC Bayern gestaltet sich holprig und Guardiola kann froh und glücklich sein mit 6:0 Punkten in die Saison gestartet zu sein, bei 3 Punkten weniger gäbe es deutlich mehr Stirnrunzeln bei den Protagonisten an der Säbener Straße.

Der Author bei der Arbeit

Abteilung Attacke @work

Bild  —  Veröffentlicht: 13. August 2013 in Internet
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Sammer contra Löw – DFB-Machtkampf

Veröffentlicht: 29. Mai 2013 in Fußball

Robin Dutt hat durch seinen Weggang bei DFB eine erhebliche Diskussion um das Amt des DFB-Sportdirektors entfacht.

Während Herr Löw unterstützt durch seinen Kompagnon Bierhoff, seines Zeichens Mitglied des DFB-Vorstands, die Sinnhaftigkeit dieses Amtes komplett in Frage stellt, sieht Sammer gerade und besonders den DFB-Sportdirektor als wichtigsten Posten beim DFB an, vor allem was die langfristige und strategische Ausrichtung der Nachwuchsarbeit anbelangt.

Konträrer könnten die Positionen nicht sein, und Herr Löw und auch Sammer lassen derzeit keine Gelegenheit aus, weiter Öl ins Feuer zu gießen. Doch worum geht es denn wirklich?

Es handelt sich um einen internen massiven Machtkampf im DFB – Löw will keinen Sportdirektor mehr, um dessen vermeintliche Kompetenzen intern aufteilen zu können, und zwar zwischen ihm, Bierhoff und Flick.

Sammer weiß das und will es unbedingt verhindern, damit Löw nicht noch mehr Macht und damit verbundene Jobgarantie bei DFB hat. Seit Löw Bundestrainer ist hat seine interne Machtstellung permanent Zuwachs erfahren, und nun steht Löw vor dem Königsdeal: keinen Sportdirektor mehr und er kontrolliert dann auch noch den DFB-Nachwuchs komplett.

Der DFB wäre sachte formuliert sehr gut beraten so schnell wie möglich einen adäquaten Nachfolger für Dutt zu präsentieren, um die aktuell bestehende und sehr gut funktionierende Arbeitsteilung im sportlichen Bereich des DFB aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Der Ansatz von Herrn Löw ist ein primär egoistischer und funktioniert ganz und gar nicht. Was nicht das erste Mal bei Herrn Löw der Fall wäre.

Ausgerechnet Robben

Veröffentlicht: 27. Mai 2013 in FC Bayern, Fußball, Internet, robben

Arjen Robben wurde zum Helden des Endspiels, zum Königsmacher par Excellence. Ausgerechnet er.

Wie viele Chancen in den vorangegangenen und auch in diesem Endspiel hat er liegengelassen, vergeben, versemmelt.

Es gibt sehr viele Bayern-Fans, die ihn gerne vor der Saison verkauft hätten, den schon als Glasmann titulierten Holländer ob seiner Verletzungsanfälligkeit.

Und dann noch sein ausgeprägtes Ego, das Arjen Robben permanent über die Mannschaft zu stellen schien, sein Egoismus auf dem Platz, wo er so manches Mal einen Mitspieler in aussichtsreicherer Position übersah und selbst abzog.

Auch diese Saison war es mal wieder eine längerfristige Verletzung, die ihn zunächst in der Hinrunde aussetzen ließ.

Sein größtes Glück war die Verletzung von Kroos gegen Juventus Turin. Ohne diese Verletzung und die damit erzwungene taktische Umstellung säße Robben wahrscheinlich heute immer noch auf der Bank.

Robben, Heynckes und der FC Bayern haben einfach auch das nötige Quentchen Glück gehabt, eine Fügung des Schicksals, die enorm geholfen hat. Der Schub, den die Bayern dadurch bekamen, hat sie bis zum Sieg getragen.

War Arjen Robben 2010 gegen Inter Mailand nicht zu sehen, gegen Chelsea unglücklich agierend bis hin zum verschossenen Elfmeter, hat er nun alles vergessen lassen mit diesem einen wunderschönen Tor, mit diesem einen Ausnahmemoment ist er nun ein ganz Großer geworden, er hat Geschichte geschrieben in Wembley.

Hoffentlich werden wir mit ihm noch viele solcher Momente erleben, sehr gerne schon am kommenden Samstag in Berlin gegen den VfB Stuttgart im DFP-Pokal-Finale.

Keine Frage, es war gestern Abend schon eine sehr starke Vorstellung der Bayern, vor allem Ribéry konnte sogar in der 2. Halbzeit zum Leidwesen seiner Gegenspieler noch einmal zulegen.

Nur darf dabei eines nicht vergessen werden: die ursprüngliche Aufstellung und die damit verbundene tatktische Ausrichtung haben nicht gegriffen.

Erst durch die erzwungene Auswechslung von Kroos und die Hereinnahme Robbens, Müller ins Zentrum, Robben auf den rechten Flügel, war die Folie gefunden um die Italiener gehörig unter Druck zu setzen. Juve hatte gehörigen Respekt vor Robben und ließ ihn ein ums andere Mal auf dem rechten Flügel für Gefahr sorgen.

Wenn man sich fragt was Guradiola nächste Saison besser machen kann dann genau das: nämlich von Anfang an für jeden Gegner die passende Taktik respektive die damit verbundene Aufstellung zu haben, besonders in der Champions Leaugue.

Heynckes hat gestern einfach Glück gehabt. Er sollte Arjen Robben in einer stillen Sekunde einfach mal danke sagen.

Arsenal und die gestrige Heimniederlage kamen hoffentlich zum richtigen Zeitpunkt, denn nun geht die Saison auf die Zielgerade, und die Bayern sind ohne Ribéry und Schweinsteiger offensichtlich noch nicht mal die Hälfte wert.

2 Tore gefangen, keins erzielt, und auf der letzten Rille ins Viertelfinale gezittert, das ist der FC Bayern im März 2013.

Es ist sicherlich richtig, dass den Bayern national die Herausforderung bzw. mehrere Gegner auf Augenhöhe fehlen, aber zumindest in der Champions Leaugue muss man sich immer motivieren können, auch wenn Ribéry und Schweinsteiger in ihrer aktuellen Form nicht zu ersetzen sind.

Und wenn man sich fragt, was Pep Guardiola beim FC Bayern noch bewirken kann, dann ist es mehr Stabilität und Konstanz in den Leistungen und eine noch druckvollere und offensivere Ausrichtung.

Gestern Abend hat man gesehen, dass für Heynckes die Bäume auch nicht in den Himmel wachsen und dass Guardiola dem FC Bayern mehr als gut tun wird, das war genau die richtige Entscheidung.

Ganz abgesehen davon, dass Guardiola eine sehr große Strahlkraft international hat, die es ermöglichen wird mal richtige Kracher nach München zu holen.

Es wird Zeit für die Falcaos, Cavanis, Rooneys, Suarez´& Co.

re:publica 13

Bild  —  Veröffentlicht: 4. Februar 2013 in Internet, re:publica

Das ist der Transfercoup der Winterpause, der BVB verpflichtet zunächst auf Leihbasis mit späterer Kaufoption Nuri Sahin für die Rückrunde.

Was für ein Kracher – Sahin ist für die Champions League spielberechtigt und wird der Borussia auch im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen die Bayern helfen können.

Das Mittelfeld des BVB kann sich nun sehen lassen und ist meiner Meinung nach das beste der Liga, weil extrem offensiv- und kombinationsstark (Reus, Götze, Sahin), sehr jung und vor allem wenig verletzungsanfällig.

Ganz im Gegensatz zu meinen geschätzten Bayern, die Wahrscheinlichkeit, dass Robben & Ribéry einmal zusammen in Topform spielen tendiert mehr als gegen Null.

Darüber hinaus ist Ribéry gegen Dortmund und auch für ein mögliches Halbfinale rotgesperrt. An dieser Stelle wage ich einmal die Prognose, dass Dortmund das Viertelfinale in München für sich entscheiden wird und die Bayern Meister werden.

Sammer & Co. wären gut beraten sich über ihre Transferpolitik noch einmal Gedanken zu machen. Die Sperre von „den ich hau ich jetzt mal um“-Boateng und die Verletzung von Badstuber lassen für die Champions League nichts Gutes erwarten.