Mit der Rückgabe des Verdienstordens durch seine Frau hat Hoeneß einmal mehr gezeigt, wes Geistes Kind er ist – und dass er nichts, aber auch gar nichts dazugelernt hat.

Die Rückgabe bedeutet doch vor allem eins: seine CSU-Amigos haben ihn nicht vor der Haft bewahrt, und nun gibt er beleidigt und enttäuscht den Orden zurück.

Hoeneß ist nach wie vor seiner alten Denke verhaftet und hat an seiner Einstellung und Wahrnehmung nichts geändert. Er würde mit Sicherheit alles genauso wieder machen, keinerlei echte Reue zu konstatieren.

Was das alles für den FC Bayern bedeutet, wenn er ab Januar wieder an der Säbener Straße agieren wird sei dahingestellt – vermutlich wird es intern gelinde gesagt turbulent werden.

Wer hätte denn noch während der WM gedacht, dass ein Real-Urgestein wie Xabi Alonso auch nur mit dem Gedanken spielen könnte jemals zum FC Bayern zu wechseln!

Profi und erfahren genug hat er die Signale von Ancelotti durch zweimalige Nicht-Berücksichtigung richtig gedeutet, die Zukunft auf seiner angestammten Position gehört bei Real nun anderen. Und dann kam zeitgleich die Anfrage aus München.

Man darf Xabi Alonso durchaus glauben, dass er sich sehr schnell auf das Angebot des FC Bayern eingelassen hat, natürlich auch befördert durch das immer enger werdende Transfer-Fenster.

 

xabi-alonso

 

Er ist mehr als ein Gewinn für den FC Bayern, sportlich wie auch für die Außendarstellung und die Wahrnehmung des Vereins weltweit. Unsere germanischen Sport-Journalisten vergessen bei aller Kritik immer gerne mangels Sprachkenntnissen, wie die Reaktionen zu diesem Transfer weltweit aussehen, vor allem in Spanien und bei den Real-Fans.

Nach einem so erfahrenen gestandenen Spieler mit der Ausstrahlung auf dem Platz leckt sich jeder Trainer die Finger, Xabi Alonso ist sofort einsatzbereit, den kann man hinstellen wo man will, er macht intuitiv alles richtig, und auch ohne Deutschkenntnisse wird er schnell in der Hierarchie des FC Bayern auf dem Platz ganz oben rangieren.

Auch wenn aufgrund der Kurzfristigkeit und Geschwindigkeit des Transfers etliche von Panik sprechen, hat der FC Bayern einen großen Coup gelandet, Xabi Alonso spielt nun bei der Bestia Negra – bienvenidos y mucho éxito à FC Bayern Múnich Xabi!

Der Bayern Blog

Borussia DortmundWeidenfeller – Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer – Jojic (83. Aubameyang), Sahin – Mkhitaryan (60. Kirch), Reus, Großkreutz (110. Hofmann) – Lewandowski
ErsatzAlomerovic, Durm, Friedrich, Kehl
FC BayernNeuer – Hojbjerg (102. Van Buyten), Boateng, Martínez, Dante, Rafinha – Lahm (31. Ribéry, 109. Pizarro) – Müller, Kroos – Robben, Götze
ErsatzRaeder, Contento, Shaqiri
SchiedsrichterFlorian Meyer (Burgdorf)
Zuschauer76.197 (ausverkauft)
Tore0:1 Robben (107.), 0:2 Müller (120.+3)
Gelbe Karten– / Kroos, Hojbjerg, Boateng, van Buyten, Robben

„Und Pokal auch!“

Es war ein emotionaler Höhepunkt eines sportlich sehr erfolgreichen Jahres für den FC Bayern München. Ein hochklassiges Finale zweier toller Mannschaften. Viel Dramatik mit der Verletzung von Lahm und dem nicht gegebenen Dortmunder Treffer. Unzählige taktische Auffälligkeiten und Kleinigkeiten, die einen großen Anteil am Ausgang dieses Spiels hatten.

Es gab in den letzten 15 Jahren viele DFB-Pokalfinals mit Münchener Beteiligung. Es gab viele Siege, darunter auch Erfolge nach…

Ursprünglichen Post anzeigen 1.367 weitere Wörter

Die Hölle hat gestern der FC Bayern gegen ein gelinde gesagt hoch überlegenes Real Madrid erlebt.

Diese maßlose Selbstüberschätzung in Gestalt der Herren Rummenigge und besonders Paul Breitners ist mehr als Lügen gestraft worden, so eine Demontage wie gestern Abend haben die Bayern seit dem 0:4 gegen Barcelona unter Klinsmann nicht mehr erlebt, und das war wenigstens noch auswärts.

Schade, dass man sich mit einem solch phlegmatischem Auftritt aus der Champions Leaugue verabschiedet hat, erschreckend, wie langsam die Bayern-Spieler waren, sowohl im Kopf und in der Handlungsschnelligkeit als auch in den Sprintduellen, die Herren Lahm und Schweinsteiger lassen sich aktuell wohl auch von schnellen A-Jugendlichen ab- und überlaufen.

FC-Bayern-Muenchen-Real-Madrid

Befeuert durch erneute taktische schwere Fehler des Herrn Guardiola (Kroos statt Martinez, Götze auf der Bank) musste sich der FC Bayern von einem ABWEHRSPIELER abschießen bzw. rausköpfen lassen, nach dem 0:2 war das Ding mehr als gelaufen, Feierabend in der Allianz-Arena, von wegen weiter immer weiter, die Kahns, van Bommels, Effenbergs, sie fehlen dann eben doch, da lässt man sich lieber so abschlachten und vorführen.

Es war ein eklatanter Klassenunterschied zwischen diesen beiden Mannschaften in beiden Spielen zu sehen, und Real ist mehr als verdient ins Endspiel eingezogen, wo sie sicherlich als Favorit auftreten werden, egal ob es nun Atletico oder Chelsea wird.

Der FC Bayern wird sich von diesem Desaster länger nicht erholen, die Reise zum DFB-Pokalendspiel in Berlin kann man sich sparen.

La bestia negra ist Geschichte, und sie wird auch nicht mehr auferstehen.

So, nun hat Pep Guardiola ausgerechnet bei seinem ersten Auftritt mit dem FC Bayern sein erstes Mal im Bernabéu in Madrid verloren. Könnte vielleicht ein schlechtes Omen sein.

Real begann sehr verhalten, doch die Bayern konnten aus ihrem horrendem Ballbesitz nicht eine einzige nennenswerte Torchance generieren.

Vor allem erwies es sich als fatal, mal wieder Lahm ins rechte Mittelfeld zu rücken und Boateng dahinter spielen zu lassen.

Denn ausgerechnet und wer anderes als Boateng stand suboptimal beim 0:1 und ließ sich vom Außenverteidiger Reals Coentrao düpieren, der wunderbar für Benzema auflegen konnte.

Warum Guardiola Müller bis zur 75. Minute auf der Bank ließ, wird immer sein Geheimnis bleiben. Erst mit Müller und Götze und der damit vebundenen Herausnahme des Totalausfalls Ribéry wurden die Bayern wirklich zwingend gefährlich, aber es sollte wohl auch nicht unverdient eben nicht mehr zum Ausgleich reichen, hatte Real doch besonders in Hälfte 1 noch 2 hochkarätige Chancen liegen lassen.

Guardiolas Fixiertheit auf flexible Mittelfeldspieler (siehe den umfunktionierten Lahm), hohen Ballbesitz und seine Aversion gegen echte Mittelstürmer können ihn und die Bayern das Finale kosten.

Wäre nicht wenigstens Robben in Galaform gewesen und Alaba auch sehr gut offensiv unterwegs, das wäre der „FC Bayern ich hab den Ball aber mach kein Tor“ gewesen.

Guardiolas größter Fehler in dieser Saison war es nach der gewonnenen Meisterschaft einen Gang raus zu nehmen und somit den Rhythmus nachhaltig zu stören. Die Top-Form erreichen die Bayern dieses Saison wohl nicht mehr.

Am Ende wird es heißen Triple oder Nix – kommen die Bayern nicht ins CL-Finale, dann werden sie Ende Mai auch das DFB-Pokalendspiel in Berlin gegen den BVB verlieren.

Die Ära Hoeneß ist beendet

Veröffentlicht: 15. März 2014 in FC Bayern, Fußball, Hoeneß

Es ist für den Verein FC Bayern München sehr von Vorteil, dass Hoeneß sich nun von allen Ämtern zurückgezogen hat. Dafür congratulations Uli Hoeneß.

So macht er den Weg frei für einen fälligen Generationswechsel an der Spitze des derzeit erfolgreichsten Vereins Europas.

Jeder weiß um die Verdienste des Uli Hoeneß um den FC Bayern, aber nun müssen jüngere Protagonisten die Führung des Vereins übernehmen, die wunderbare Verpflichtung von Sammer war da nur ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Beckenbauer als Interims-Präsident wäre eine Ideallösung, um die Bayern wieder in ruhigere Fahrwasser zu steuern, derweil man überlegt, wie und vor allem mit wem der Vorstand ergänzt werden könnte als langfristige Perspektive.

Ich könnte mir in Zukunft sehr gut Rummenigge als Präsidenten vorstellen und Oliver Kahn als seinen Nachfolger im Vorstand des FC Bayern München.

Oliver Kahn ist der legitime Nachfolger von Uli Hoeneß, der von diesem in seiner Art und Weise perfekt den Stab übernehmen könnte, mit jeder Faser Bayern München und er wäre ein kongenialer Partner für Sammer. Und darüber hinaus auch mit dem nötigen internationalen Renommee versehen, Oli Kahn ist weltweit ein Begriff.

Das wäre das Traum-Duo der Zukunft: Matthias Sammer und Oliver Kahn. Da wirkt selbst Hoeneß fast zahm dagegen.

Wer wissen wollte, wie es um die angeblich beste Liga der Welt bestellt ist, der weiß spätestens seit gestern Abend, dass da doch eher der Wunsch Vater des Gedankens war.

Auf Champions League Top-Niveau befinden sich in Deutschland lediglich Dortmund und der FC Bayern, im Grunde genommen würden der Bundesliga 2 Champions League-Plätze reichen, der Rest blamiert sich doch nur bis auf die Knochen wenn die internationalen Schwergewichte kommen und ihnen mal zeigen was eine Harke ist.

Wie kann man sich nur so in sein Schicksal ergeben wie Leverkusen und Schalke, und das alles auch noch jeweils im heimischen Stadion, Blamagen sondergleichen, Offenbarungseide für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga.

Beide Vereine sollten sich einmal Gedanken darüber machen, ob der aktuelle Trainerstab den internationalen Ansprüchen und Erwartungen auch nur ansatzweise gerecht werden kann. Es fehlt doch sehr die Erfahrung, aber auch die Begeisterung und Motivation vermisst man schmerzlich bei beiden Trainern. Da täte die Leidenschaft eines Jürgen Klopp doch sehr gut, mal ganz gelinde gesagt.

Sollten beide Vereine kommende Saison nicht mehr Champions League spielen würde sie wahrlich keiner vermissen.

„Thiago oder Nix“

Veröffentlicht: 3. Februar 2014 in FC Bayern, Fußball, Guardiola

Der vormalige Präsident des FC Barcelona meinte den Verkauf von Thiago Alcantara folgendermaßen kommentieren zu müssen: „Wir haben einen Ersatzspieler für 25 Mio. € verkauft, das ist doch kein schlechter Deal.“

Fragt sich nur für wen. Offenkundig ist der 22-Jährige zu deutlich höheren Leistungen befähigt als man das bei Barca sehen wollte oder sehen konnte. Thiago entpuppt sich mehr und mehr als Königstransfer von Guardiola, der im Sommer mit seinem Statement „Thiago oder nix“ seiner Forderung Nachdruck verlieh diesen jungen Spieler nach München zu holen. Und neben Robben und Ribéry spielt er sich zusehends in den Vordergrund, gestern sagenhafte 185 Ballkontakte in 90 Minuten bei einer sensationellen Passsicherheit.

Wie fasste es Armin Veh gestern so schön zusammen: „Die Bayern haben in den letzten Jahren bei den Transfers keinen einzigen Fehler gemacht. Da ist jeder Spieler jeden einzelnen Cent wert.“

Da kann man sogar auf einen Schweinsteiger und Martinez verzichten – zumindest in der Bundesliga.

Wohl dem, der diesen Thiago hat.

thiago1

uli-hoeness

Nun hat sich ja die ganze Republik schön echauffiert über Uli Hoeneß und seinen Auftritt bei der JHV des FC Bayern.

Zugegeben, die Causa Hoeneß stellt sich sehr zwiespältig und ambivalent dar, besonders dann, wenn man Fan des FC Bayern ist.

Alle die, die Uli Hoeneß schon immer gehasst haben, sehen sich nun mehr als bestätigt, da scheint der Ruf nach Verurteilung noch das Mindeste, man will ihn am Pranger, etliche würden ihn am liebsten lynchen wenn man so manche Äußerung auf Facebook & Co. liest.

Uli Hoeneß hat mit der Steuerhinterziehung – in welcher Höhe auch immer – den Fehler seines Lebens begangen, für den er noch lange büßen wird. Er hat sich jahrzehntelang immer auf das hohe Moralpodest begeben und andere angeklagt, und nun ist er selbst der Schuldige, der Sünder, für viele der Verbrecher.

Soziales Engagement und private Spenden wiegen sein Vergehen nicht auf und es ist höchst problematisch das selbst in seiner Rede gegeneinander aufzuwiegen und überhaupt in Beziehung zu setzen.

Dennoch ist der Moment, als Rummenigge beginnt die Verdienste von Uli Hoeneß um den FC Bayern zu erwähnen, absolut authentisch, wenn man genau hinhört versagt Rummenigge dabei fast die Stimme, und Uli Hoeneß verliert komplett die Fassung.

Uli Hoeneß war schon immer sehr speziell und besonders, vor allem seitdem er Manager des FC Bayern war, und man kann mit Fug und Recht sagen, dass er einer der erfolgreichsten Manager überhaupt war. Kein Verein ist finanziell solider in der Welt aufgestellt als der FC Bayern.

Er hat sich immer mit Haut und Haaren dem FC Bayern verschrieben, oftmals zu sehr, hat immer gebissen und geschrien wenn man den FC Bayern angegangen ist. Dieses Herzblut ist echt, Uli Hoeneß kann nicht anders, und sein Statement zum Ende seiner Rede war das pure Credo, es hat schon etwas von Martin Luthers Auftreten seinerzeit 1521 auf dem Reichstag zu Worms – „Hier stehe ich und kann nicht anders.“ – „Ich werde diesem Verein dienen so lange ich atmen kann.“

Egal wie man zu Ulrich Hoeneß steht und wie man das Ganze beurteilt, aber diese doch sehr menschliche und emotionale Komponente sollte man nicht unberücksichtigt lassen.

Oder möchten Sie die Fassung vor mehreren tausend Menschen verlieren und in Tränen aufgelöst vor den Kameras stehen?

Doch wohl eher nicht.

Nun jubeln sie alle den FC Bayern und insbesondere seinen Trainer Guardiola hoch ob seiner vermeintlichen taktischen Meisterleistung gegen die Mainzer am vergangenen Samstag.

Ich denke man ist sehr gut beraten auf dem Boden zu bleiben und sich einmal näher mit der Ausgangssituation in der Halbzeitpause auseinanderzusetzen.

Denn welche Alternativen hätte Guardiola nach der zusätzlichen Verletzung von Dante noch gehabt?

Er war gezwungen umzustellen und deutlich höheres Risiko zu gehen (Götze für Rafinha, Alaba für Dante) um den Halbzeitrückstand noch zu drehen. Die Dauergoalgetter Robben und Müller taten das wofür sie bezahlt werden, die Kräfte der Mainzer und damit einhergehend deren Konzentration ließen nach und dann war es auf einmal ein Spiel ganz nach dem Geschmack des FC Bayern, was Wunder.

Dazu kam ein sehr gut aufspielender Götze, dessen Form an diesem Nachmittag auch nicht vorherzusagen war, ihm schien der Einsatz im DFB-Dress sehr gut getan zu haben. Aber seine Einwechslung war alternativlos um die Offensive zu stärken und mit Robben und Müller zusammen flexibler zu machen.

Also alles in allem kein Hexenwerk des Trainers, sondern sehr wohl durch eine besondere Konstellation an diesem Nachmittag erst möglich und vor allem erforderlich geworden. Guardiola hat meiner Meinung nach wesentlich mehr reagiert denn agiert. Auch wenn natürlich ein Ribéry in seiner aktuellen Form nicht zu ersetzen ist und sehr fehlte, vor allem in der ersten Hälfte.

Man muss die Spiele gegen Dortmund in der Liga und ab dem Achtelfinale in der Champions Leaugue abwarten um wirklich beurteilen zu können, wie variabel die Bayern aktuell taktisch agieren können.